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SV Rennertehausen online
Wissenswertes rund um's Nordic-Walking

  1. Historie Nordic-Walking (NW)

    (Herkunft Finnland: "Stockgehen" bzw. "Mit dem Stock gehen")

    Entwickelt als Sommertrainingsmethode der Spitzenathleten aus den Bereichen Langlauf, Biathlon und Nordischer Kombination zusammen mit weltgrößtem Carbonstockhersteller Exel.

    Vorstellung 1997 in Finnland und Einführung im deutschsprachigen Raum im Sommer 2000 durch den ersten deutschen NW-Trainer Harald Fichtner, der dann im Juli 2002 den VDNOWAS gründete. Ende 2006 betrieben schon mehr als 5 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig NW (Tendenz steigend).
  2. Was ist Nordic-Walking?

    NW ist ein äußerst effektives Ganzkörpertraining, dass sowohl Herz-Kreislauf-System als auch 90% der gesamten Muskulatur trainiert. Man spricht vom perfekten aeroben Herzkreislauftraining.

    walken fü rücken, arme und kopf

    Warum Nordic-Walking? Auswirkungen auf menschlichen Körper?

    (Beispielhafte Aufzählung positiver Effekte)
    • NW versteht sich nicht als Trendsportart (auch wenn derzeit objektiv im Trend) sondern

      1. als Ergänzungsport für den aktiven Sportler und
      2. als (Wieder-) Einstieg für alle sportl. Interessierte, die Fitness und körperliches Wohlbefinden verbessern wollen

      (80% Mitteleuropäer sind weniger als 1000m/täglich in Bewegung)
    • "gesündeste Sportart der Welt" - verbrennt bis 600 Kcal./Std.: ähnl. Jogging, 2x mehr als norm. Walken
    • Ganzkörpertraining in einer Trainingseinheit - bei korrekter Ausführung (Technik!) werden 90% aller Muskeln (ca. 600) trainiert - Radfahren = 35%, Joggen = 70%
    • gelenkschonend - Bänder und Sehnen werden aufgrund höherer Durchblutung elastischer und belastbarer - Knochen werden fester.
    • Verzögerung des Alterungsprozesses und Stärkung des Immunsystems
    • Verbesserung/Training von Kondition und Koordination, strafft alle Muskeln - insbesondere Problemmuskeln wie Brust, Rücken, Schulter, Hüftbeuger, Gesäß
    • Training von Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit
    • Stressabbauend
    • Verzögerung der Zellalterung
    • Steigerung der Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus durch den aktiven Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
    • Allgemein schonende Sportart - Entlastung des Stützapparates um bis zu 30%, somit ideal für Untrainierte, übergewichtige, Personen mit Vorschäden an Gelenken und Wirbelsäule und zur Rehabilitation von orthopädischen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Gruppenerlebnis - soziale Komponente, Gemeinschaft
    • Gewichtsregulierend und -reduzierend
    • Verbesserung der Körperhaltung, löst Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich
    • Fettverbrennend - 40% effektiver und 30% mehr Pulsfrequenz als normales Walken, Sauerstoffaufnahme 50% besser als beim Walken
    • positive Regulation von Cholesterin, Blutdruck und Körperfett
    • Entlastung des Bewegungsapparates um bis zu 30%
    • Stärkung der Lendenwirbelsäule und Aktivierung der kleinen Rückenmuskeln - daher bestens geeignet bei Knie- und Rückenproblemen sowie Kreuzschmerzen

    Aber:  Nur bei korrekter Ausführung der speziellen Technik des Nordic-Walking !!

    Denn:  Nordic-Walking ist nicht einfach "Gehen mit Stöcken" !!

    Nordic-Walking ist ein koordiniertes Gehen mit Stöcken und eine komplexe Angelegenheit. Was auf den ersten Blick so einfach aussieht, muss ordentlich einstudiert werden.
    Diejenigen, die ohne Kurs, Technikübungen und Beratung beim Stockkauf einfach loslaufen, sind schnell erkannt: sie tragen die Stöcke vor sich her, anstatt sie aktiv einzusetzen; sie laufen mit angewinkelten Armen, statt diese wie Pendel fast gerade und locker von hinten nach vorne durchzuschwingen; sie gehen stocksteif oder gerade, statt beschwingt bzw. in Ganzkörpervorlage.

    Daher wird jedem, der Nordic-Walking betreiben und all die positiven Effekte erzielen möchte dringend empfohlen, einen Nordic-Walking-Kurs bei einem zertifizierten Trainer zu absolvieren, weil Nordic-Walking eine spezielle Technik erfordert und nicht nur einfach Gehen mit Stöcken ist !!

    Wichtige trainierte Muskeln beim Nordic-Walking:
  3. Nordic-Walking = Entwicklungstraining bzw. sog. Gesundheitstraining:



    Optimaler Trainingsbereich = 65-75% der max. Herzfrequenz (HFmax) = 3-5x in der Woche möglich

    Trainingsbereiche:
    Basistraining
    55-65% HFmax
    Entwicklungstraining
    65-75% HFmax
    Aufbautraining
    75-85% HFmax
    Leistungstraining
    85-100% HFmax
    aerober Bereich anaerober Bereich

    aerob:Sauerstoffüberschuss, d.h. Körper erhält immer genügend Sauerstoff
    anaerob:Sauerstoffmangel, d.h. Körper bekommt nicht mehr genug Sauerstoff und muss auf andere Energiereserven zurückgreifen (und macht früher schlapp).

    Errechnung der Maximalen Herzfrequenz?
    Faustformel: Männer 220 minus Lebensalter, Frauen 226 minus Lebensalter

    Beispiel 46jährige Frau:
    226 - 46 = 180, davon 70% (Mittelmaß zw. 65 und 75) = 126
    (Herzfrequenz von 126 wäre optimaler Trainingsbereich)

    Beispiel 51jähriger Mann:
    220 - 51 = 169, davon 70% = 118
    (Herzfrequenz von 118 wäre optimaler Trainingsbereich)
  4. Stockkunde

    Nordic-Walking erfordert spezielle Nordic-Walking Stöcke (i.d.R. aus Carbon-Glasfaser-Gemisch).
    Mit Wander-, Trekking-, oder Ski-Stöcken ist Nordic-Walking nicht möglich bzw. praktikabel.

    Unterscheidung zw. Nordic-Walking-Stöcken und Billig-, Wander- bzw. Teleskopstöcken
    • Billigstöcke (Discounter)/Wanderstöcke (aber auch) Teleskopstöcke:
      sind deutlich schwerer als Markenstöcke, gehen bei Verbiegung nicht in Ausgangsstellung zurück, nicht gelenkschonend, nehmen Schwingungen nicht auf, d.h. geringe bis keine Absorptionsfähigkeit, i.d.R. nur aus Aluminium/Stahl, klapperndes Vibrieren beim Walken, Instabilität des Aufbaus (Risiko des unbeabsichtigten Zusammenrutschens), Haltbarkeit begrenzt. Mangelndes, nicht funktionelles Schlaufensystem.
      Vorteil: preiswert, wenig Platzbedarf
    • NW-Markenstöcke (z.B. Exel, Leki, Swix, Komperdell):
      extrem stabil durch Glasfaser-/Carbongemisch, haben hohe Absorptionsfähigkeit (Stoßaufnahme-fähigkeit), dadurch Entlastung der Ellenbogen, Hand- u. Schultergelenke; sind leichter und steifer, dadurch besseres pendeln, i.d.R. lebenslange Haltbarkeit. Funktionelle Schlaufensysteme.
      Alle Einzelteile (Spitze, Teller etc.) sind einzeln austauschbar. Hohe Funktionalität.
    Einsteigerstöcke sind ab ca. 50,- Euro, Fortgeschrittenen-Stöcke zwischen 60,- und 80,- Euro und Profi-Stöcke ab ca. 100,- Euro in guten Fachgeschäften zu haben.

    Um die richtige Stocklänge für sich zu ermitteln, empfehlen die meisten Nordic-Walking-Verbände folgende Faustformel:

    Körpergröße (in cm) x 0,68  (Das Ergebnis ist in 5er-Schritten auf- oder abrunden)
    Beispiel:  Körpergröße = 168cm:  168 x 0,68 = 114,24 --> Stocklänge von 115cm
    Körpergröße = 161cm:  160 x 0,68 = 108,80 --> Stocklänge von 110cm
    Nordic Walking wird mit speziell entwickelten Stöcken, die den Oberkörper in das Fitness-Walking mit einbinden, ausgeübt. Es wurde ursprünglich als Methode für das Sommertraining von Langläufern eingesetzt, und im Laufe der Zeit in eine eigene Fitness- Sportart mit spezifischem Trainings- Equipment weiterentwickelt. Heutzutage ist Nordic Walking eine auf der ganzen Welt etablierte Fitness- Sportart.

    Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Carbon Composite Stöcken ist Exel die führende Marke auf dem Nordic Walker® Markt. Das Nordic Walking Konzept von Exel beinhaltet innovative Produkte, Ersatzteile und Accessoires. Zusätzlich hat Exel Ausbildungsprogramme für Trainingsmethoden, Instruktionen und Warm-Up- und Streching-Übungen entwickelt.

    Eine Übersicht über die aktuellen Nordic-Walking Stöcke des führenden Stock-Herstelles EXEL sowie Komponenten, Accessoires und Technologie findet Ihr hier (Stand 03/2011).
  5. Ausrüstung

    Wer Nordic-Walking auf Dauer betreiben möchte, benötigt neben den entsprechenden Stöcken die passenden (Nordic-) Walking-Schuhe (aus Sportfachgeschäft - ideal wäre zuvor eine Laufanalyse), Funktionsbekleidung (atmungsaktiv), Herzfrequenz (Puls)-Mess-Uhr (zur Überprüfung des optimalen Trainingsbereiches), Gürteltasche mit Trinkflasche (im Sommer!) und ggf. Handschuhe.

    Insbesondere den Schuhen kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Einfache Turnschuhe oder Laufschuhe sollten nicht benutzt werden. Die Füße werden beim Nordic-Walking mit der ganzen Ferse aufgesetzt und bis zum Fußballen abgerollt, somit sind die Fersen in der Schuhsohle abgeschrägt.
    Ein spezieller Walking-Schuh ist aufgrund der speziellen Fußbewegung auch härter gedämpft und bietet mehr Seitenhalt.
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Mi., 08. Februar 2012 - 06:13 Uhr spielberichte    |   downloads    |   links    |   kontakt    |     impressum